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Aktuelles / Archiv

Der Bürgerbus im Einsatz

aus den Jahren 2016 und 2015

 

 

 

Berlin, Eine Stadt voller Geschichte, BürgerBus und Blasmusik zu Besuch in Berlin

15. Oktober 2016

Nottuln/Berlin -  WN vom 15.Oktober 2016, Bericht und Fotos von Dieter Klein

Auf Einladung von MdB Karl Schiewerling besuchten Mitglieder von Blasmusikvereinigung und Bürgerbus-Verein die Bundeshauptstadt Berlin. Im Bundesverteidigungsministerium erlebten die Nottulner die wohl schärfsten Sicherheitsbestimmungen ihres Lebens.
Von Dieter Klein

Wenn einer eine Reise tut, kann er viel erzählen. Wenn aber – wie in dieser Woche – gleich 50 Männer und Frauen eine Reise tun, dann brummt sogar der Bär. In diesem Fall der „Berliner Bär“. Und der war den Gästen aus dem Münsterland, den Mitgliedern der Nottulner Blasmusikvereinigung (BMV) und den Mitgliedern des Bürgerbus-Vereins Baumberge (Nottuln/Havixbeck) – sehr gesonnen.

Vier Tage lang war die Gruppe in der Bundeshauptstadt Berlin. Es war sicher eine der letzten großen Gruppenreisen, organisiert vom Bundespresseamt (BPA), die es dem Nottulner Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling ermöglichte, Bürgerinnen und Bürger aus dem Münsterland mit der Abgeordnetenarbeit in der Bundeshauptstadt zu konfrontieren. So freute er sich: „Dass ich ausgerechnet jetzt noch einmal eine Reisegruppe mit Menschen begrüßen darf, denen es selbst Freude bereitet, andere mit Musik zu erfreuen, und mit Ehrenamtlichen, die sich zum Nutzen ihrer Mitmenschen in den Dienst stellen, ist schon toll.“

Ein dicht gepacktes Besuchsprogramm brachte die Gäste aus den Baumbergen mit dem wechselvollen Schicksal Berlins in Berührung. Thematisch war nahezu alles dabei: von den kurfürstlichen Glanzzeiten in Potsdam, über die menschenverachtenden Gräueltaten der Nazis bis zu den fatalen Auswirkungen der DDR-Herrschaft. Nirgendwo anders als in Berlin trifft man auf diese historische Dichte.

Überall, wo sie auftraten, wurden die Nottulner herzlich aufgenommen, prächtig unterhalten und köstlich bewirtet. So fragte schon der Gästeführer beim Besuch im Plenarsaal des Bundestages die Menge: „Wo sitzen denn die Blasmusiker? Oder besser: Wo haben sie denn ihre Instrumente?“ Nun die hatten nicht ins Gepäckfach des Reisebusses gepasst.

Wenig später im Verteidigungsministerium (BMV) erinnerten sich die Nottulner Musiker belustigt daran, dass ihnen ausgerechnet dieses Ministerium seinerzeit die Web-Seite „BMV“ wegen Eigennutzung gestrichen hatte.

Was beim Verteidigungsministerium besonders auffiel, waren die sehr scharfen Sicherheitsmaßnahmen. So mussten nicht nur Taschen und Jacken abgegeben werden, sondern selbst Hosengürtel und Geldbörsen mussten die Röntgen-Scanner durchlaufen. Terrorangst. Selbst der allgegenwärtige Berliner Bär an der Wache trug Bundeswehrtarnfarben im Pelz.

Vergnügen verbreitete der vom Bundespresseamt bestellte Reiseführer Marcel. Denn während die Spitze vom „Alex“ die meiste Zeit die tiefhängenden Regenwolken kitzelte, redete sich der „Junge vom Prenzlauer Berg“ mit seiner typischen Berliner Kodderschnauze schnell in die Herzen der Münsterländer. Vor einer der in Berlin allgegenwärtigen Baustellen meinte er: „Komisch. Hier war doch die polnische Botschaft. Wo habn‘se die denn hinjebracht?“ Und beim zu DDR-Zeiten benutzten „Haus der Statistik“ spöttelte er: „Wofür die det mal jebraucht haben, wees ick och nicht.“

Ansonsten aber erfuhren die Nottulner so ziemlich alles. Bestaunten die bunt besprayten Mauerreste. Sahen vor Ort den bezaubernden Wechsel des einstmals verrufenen Kreuzbergs zu einem heute multikulturellen „In“- Wohngebiet, wo inzwischen 184 Nationen Wohnungen bezogen haben. Die dagegen immer noch hässlichen, kilometerlangen Fronten der Plattenbauten erklärte der Stadtführer als ‚kategorisches‘ Wunschdenkmal der DDR-Gewaltigen. „Wenn de Jenossen sagten: det is schön, hatte det schön zu sein!“ Und unverkennbar sarkastisch: „Berlin hat viele Füchse. Wenn se letzte Nach keenen überfahr‘n haben, sojar noch 2300 Stück. Aber auch 7000 Obdachlose. Deprimierend.“

Die defekte Schuldenuhr am Haus des „Bundes der Steuerzahler“ stimmte ihn dann wieder fröhlich: „Endlich ist Deutschland schuldenfrei. Die schreiben schwarze Zahlen. Toll was?“

Die kurfürstliche Pracht in Potsdam und der sozialistische „Alltag in der DDR“ im Museum der Kulturbrauerei am Prenzlauer Berg sorgten für ein echtes Kontrastprogramm. Für Nachdenklichkeit sorgte auch der fast schon desillusionierende Einblick in den durchschnittlichen 14-Stunden-Arbeitstag des Nottulner Bundestagsabgeordneten. Karl Schiewerling, der auch arbeits- und sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist, war am Vorabend noch in Coesfeld gewesen. Am nächsten Vormittag wieder zurück im Berliner Büro, empfing der die Gäste aus Baumbergen. Am gleichen Abend dann wieder zurück zu einem Termin in Dülmen.

Niemand mochte mit ihm tauschen wollen. Einhelliges Kopfschütteln: „Einmal Berlin – schön! Aber auch nur ohne eigenen Wagen. Denn Parkplätze sind selten.“ So verstanden die Münsterländer auch, warum ihr Bundestagsabgeordneter immer mit dem Fahrrad zu den Sitzungen ins Plenum fährt. Aber nicht mehr lange. Im Herbst 2017 endet die Abgeordnetentätigkeit von Karl Schiewerling.

 

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Wieder ganz zurück in Nottuln, wollen ihm die Blasmusiker ein privates Konzert geben: „Als kleines Dankeschön für diese Reise.“
     


Wer will uns als Fahrer unterstützen?

17. August 2016

Unser BürgerBus- Mobilität  heißt mehr Lebensqualität
Der Bürgerbus ist darauf ausgerichtet, räumliche sowie zeitliche Lücken im bestehenden ÖPNV zu schließen und somit die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger von Nottuln und Havixbeck zu verbessern.

Darüber hinaus leistet unser BürgerBus einen Beitrag, den Individualverkehr in und zwischen beiden Kommunen zu reduzieren.

Unsere Ehrenamtlichen- mit viel Engagement für den BürgerBus
Die gesammte Organisation und insbesondere der komplette Fahrbetrieb des Bus wird nur durch das Engagement von vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Nottuln und Havixbeck ermöglicht.
Sie haben sich in Ihrer Freizeit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit verschrieben. Für sie ist es ein Anliegen, anderen Menschen zu mehr Mobilität im Alltag zu verhelfen.
Professionelle Unterstützung erhalten wir dabei von der Regionalverkehr Münsterland GmbH, die uns mit Rat und Tat zur Seite steht.

Sie möchten sich aktiv für den Bürgerbus angagieren?
Wenn Sie sich als Fahrer oder Fahrerin einbringen möchten, nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf. Sie benötigen nur den PKW-Führerschein und 4 Stunden Zeit im Monat.

Wir informieren Sie gerne:
Günther Altfeld, Havixbeck,            Tel. 02507-7305,       g.altfeld@gmx.net
Ludger Gr.-Lordemann, Nottuln,    Tel. 02502-7563,       llordemann@web.de
Werner Rehms, Nottuln,                  Tel. 02502-901616,   bb-rehms@t-online.de

 


Mobilitätsangebot im landlichen Raum

15. August 2016

WN Nottuln von Maria Strothe
BB am BahnhofFoto: Marita Strothe
Treffpunkt der SPD in Appelhülsen: Landes- und Ortspolitiker trafen sich mit Vertretern des Bürgerbusvereins am Bahnhof in Appelhülsen, um die Mobilität im ländlichen Raum zuerläutern.

Das Mobilitätsangebot im ländlichen Raum gilt es zu verbessern, so die einhellige Meinung von SPD-Vertreten, die sich in Appelhülsen am Bahnhof trafen. Von Marita Strothe

„Das sind Bürgerinitiativen“, unterstrich am Samstagnachmittag Peter Amadeus Schneider am Bahnhof in Appelhülsen. Er freute sich, Sarah Philipp, SPD-Fachfrau für Mobilitätsfragen aus Duisburg, und André Stinka, Generalsekretär der nordrhein-westfälischen SPD, drei Vertreter des Bürgerbusvereins Baumberge, Jörg Köchling von der Initiative Car-Sharing sowie Manfred Kunstlewe und Wolfgang Danziger von der Nottulner SPD begrüßen zu können. Die beiden Landtagsabgeordneten waren gekommen, um sich über das Mobilitätsangebot in der ländlichen Region zu informieren.

„Die Bahnverbindung hier ist hervorragend – für Bewohner von Appelhülsen“, verdeutlichte Schneider, dass das Angebot des ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) etwa von Nottuln an Wochenenden oder abends nach Münster oder auch zwischen den einzelnen Nottulner Ortsteilen defizitär ist.

Um die Chance der Teilhabe am ÖPNV zu verbessern, habe die SPD-Fraktion an die Gemeinde die Anfrage gestellt, ob der Taxibus nicht fest in den Fahrplan einzubinden sei, informierte SPD-vorsitzender Kunstlewe die Landespolitiker. „Wir wollen uns schon die ländlichen Regionen näher anschauen“, wies Stinka auf Konzepte der Landesregierung hin. „Bauen ist gut“, ergänzte Sarah Philipp, genauso wichtig sei allerdings frühzeitig die Antwort auf die Frage, „aber wie kriege ich die Infrastruktur hinterher“, zu finden.

Da es in Duisburg keinen Bürgerbus gibt, war die Fachfrau besonders auf den Bericht von Bürgerbus Fahrdienstleiter Werner Rehms und seinen Fahrerkollegen Günther Altfeld und Ludger Große-Lordemann gespannt. Sie zeigte sich beeindruckt, von dem bereits seit acht Jahren gut laufenden Projekt.

Nach den Bürgerbusvertretern erläuterte Jörg Köchling das in Appelhülsen kurz vor dem Start am 5. September stehende Carsharing-Projekt. Er wünsche sich parallel funktionierende Strukturen der Mobilitätsangebote und übergreifende Informationsmöglichkeiten, betonte er.

Vor Kurzem habe die Landesregierung einen neuen ÖPNV-Gesetzentwurf verabschiedet, erfuhren die Nottulner. Da aber 90 Prozent mit Mitteln des Bundes und nur 10 Prozent mit Landesmitteln finanziert werden, spiele das Bundesfinanzministerium beim Planen eine nicht unerhebliche Rolle.

„Es ist deutlich geworden, welche veränderten Strukturen wir haben“, so Andre Stinka. Es sei wichtig, die Praxis so zu gestalten, dass man eine Verlässlichkeit beim Mobilitätsangebot anbieten könne. „Wir werden noch Pilotprojekte für die ländliche Region erarbeiten“, kündigten die Landespolitiker an.

 


Baumschnitt am Longinusturm

14. Juni 2016

Hallo ihr Bürgerbusler und Fahrgäste,
anbei seht ihr Bilder vom heutigen Tage bei einer Astrückschneideaktion unserer beiden aktiven Erhard Schnieder und Werner Rehms in der Einfahrt zum Longinusturmparkplatz. Bei meiner BB Fahrt heute vormittag konnte ich die Beiden bei ihrer sportlichen und schweisstreibenden Arbeit auf der Hin- und Rückfahrt Linie B 32 beobachten und mit guten Worten unterstützen. Für die "Nachwelt" habe ich Fotos von dieser Aktion gemacht. Künftig können wir unbeschwert die Kurve zur Parkplatzeinfahrt Longinus nehmen, ohne den Bus mit Lackkratzern zu beschädigen. Viele Grüße.   Günther Altfeld

 

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Vereinstreffen im Juni 2016

8. Juni 2016

Dank an die Bürgerbusfahrer

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vl. Wilhelm Wesseln, Josef Räkers, Elisabeth Brockhausen, Karl-Otto Schäfer, Günther Altfeld, Fr.Sommerhoff, 
Klaus Teichmann, Werner Rehms, Bettina Kerkhoff, Hans Koenen, Manuela Mahnke, Ludger Gr.-Lordemann, 
Lothar Feldmann, Erhard Schnieder, Anne Kaup, Otto Pölling, Rolf Ratering, Willi Hülsmann, Alexander Pass, 
Meinolf Kessler, Uli Hollender, Paul Berning, Klaus Grohmöller, Klaus Sommerhoff.

Im neuen Café 18|97 am Longinusturm fand nun das zweite Jahrestreffen der Fahrer des Bürgerbusvereins Baumberge statt. Mit dabei auch Bürgermeisterin Manuela Mahnke aus Nottuln und Bürgermeister Klaus Grohmöller aus Havixbeck sowie der Vorsitzende des Baumberge-Vereins, Klaus Sommerhoff. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Klaus Teichmann sprachen beide Bürgermeister wie auch der Vorsitzende des Baumberge-Vereins den ehrenamtlich tätigen Fahrerinnen und Fahrern einen großen Dank für ihr Engagement aus. Das Treffen wurde auch dazu genutzt, um ein aktuelles Foto vom Bus und den Fahrern zu machen. Turmwart Josef Räkers bot schließlich allen Anwesenden die Möglichkeit, von der Turmhöhe weit in das Münsterland zu blicken. Und Bürgermeisterin Manuela Mahnke betätigte sich noch als Glücksfee und zog vier Gewinner für gesponsertes Fahrsicherheitstraining.

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Info für Flüchtlinge in deutsch, englisch und arabisch

23. März 2016

 


Mehr Fahrgäste befördert (7925)

9. März 2016

Nottuln/Havixbeck - (Westfälische Nachrichten vom 9. März 2016) Text und Bild von Maxi Krähling
Der Bürgerbus-Verein Baumberge freut sich über „hervorragende Zahlen“. 7925 Menschen haben den Bürgerbus im vergangenen Jahr genutzt.   

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Der Vorstand des BürgerBusvereins (vl): Paul Berning, Klaus Teichmann, Willi Hülsmann, Werner Rehms, 
Hubert Hanning, Bettina Kerkhoff, Erhard Schnieder, Günther Altfeld

7925 Fahrgäste hat der Bürgerbus 2015 zwischen Nottuln und Havixbeck über die Baumberge gefahren. „Das sind hervorragende Zahlen. In anderen Kommunen sieht das ganz anders aus“, lobte Alexander Paß, Bürgerbus-Koordinator beim Regionalverkehr Münsterland (RVM), den Vorstand und die ehrenamtlichen Fahrer bei der Mitgliederversammlung am Montagabend in der Alten Amtmannei.

Die Zahlen seien vor allem wegen der vielen Flüchtlinge stark nach oben gegangen. Sie nutzen das preiswerte Angebot des Bürgerbusses in besonderem Maße.

„Man hat viele Stammgäste bei seinen Fahrten“, resümierte Ludger Große-Lordemann, neu gewählter Geschäftsführer des Vereins, die Entwicklung der Fahrgastzahlen. Zwar hätte der Bürgerbus bei den jugendlichen Fahrgästen etwas verloren, dafür seien die Zahlen bei den Erwachsenen um 200 Fahrgäste gestiegen. Vor allem Menschen mit Behinderung, etwa Bewohner des Stifts Tilbeck, hätten den Bürgerbus im vergangenen Jahr gerne in Anspruch genommen. „300 Fahrgäste sind aus diesem Bereich dazugekommen“, schilderte Große-Lordemann.

Um diese vielen Menschen zwischen Havixbeck und Nottuln durch die Baumberge zu fahren, haben die 21 ehrenamtlichen Fahrer des Bürgerbusvereins etwa 3000 Fahrstunden geleistet. „Jeder Fahrer ist im Schnitt etwa 24 Mal gefahren und der Bus hat wie in den Jahren zuvor um die 67 000 Kilometer zurückgelegt“, so der Geschäftsführer weiter.

Obwohl sich der Bürgerbus einer steigender Beliebtheit erfreut, ermahnte Alexander Paß die Fahrer, niemals mehr als acht Fahrgäste mitzunehmen. „Es handelt sich sonst um Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis“, verdeutlichte Paß die Richtlinien der Personenbeförderung. Sollten doch einmal nicht alle Fahrgäste mitgenommen werden können, dann können die Fahrer diesen Personen ein Taxi rufen. Die Kosten übernimmt dann der Bürgerbus-Verein.

Damit die Bürgerbus-Fahrer ihre Gäste sicher zum Bestimmungsort fahren können, sponsert die Firma Beresa jedes Jahr ein paar Gutscheine für ein spezielles Fahrsicherheitstraining für Kleinbusse und Transporter. Georg Schulze Bisping, Mitarbeiter bei Beresa und langjähriges Mitglied des Bürgerbus-Vereins, setzt sich dafür bei seinem Arbeitgeber ein. So konnten 2015 zwei der Fahrer am Sicherheitstraining teilnehmen. „Für dieses Jahr hält Beresa vier Gutscheine für unsere Fahrer parat“, verkündete Schulze Bisping erfreut.

Zum Abschluss standen turnusmäßige Wahlen des Vorstandes an. Sämtliche Vorstandsmitglieder und Beisitzer wurden einstimmig wiedergewählt. Allein der Posten des Geschäftsführers wurde mit Luder Große-Lordemann neu besetzt. Er hatte dieses Amt aber bereits kommissarisch inne.

 


Infostand beim Septemberfest in Havixbeck und dem Martinimarkt in Nottuln

September/November 2015

Immer wieder müssen wir feststellen, dass unser Bürgerbusangebot nicht bei allen in der Bevölkerung umfänglich bekannt ist. Daher sind wir jedes Jahr mit mit 2 Auftritten bei besonderen Veranstaltungen - Havixbecker Septemberfest und Martinimarkt Nottuln -  in den Fußgängerzonen beider Gemeinden mit einem Infostand (sh. Fotos) vertreten. Dabei wollen wir Kontakte mit der Bevölkerung knüpfen und mögliche Fahrgästen für unsere beiden Fahrlinien B31 und B32 gewinnen.
An unserem Infostand beantworten wir sämtliche Fragen der interessierten Passanten und verteilen die neuesten Fahrpläne etc.

Besonders gut kommt an, wenn wir Kindern mit Ihren Eltern oder Großeltern gestanzte  Faltpappen in die Hand geben, zum Basteln von RVM Bussen oder Bürgerbussen. So gewinnen wir damit u.U. spielerisch neue Kunden, wenn die Kinder zu Hause mit Begeisterung bei der Bastelei sind. Vielleicht binden sie dabei auch die Eltern, Großeltern oder älteren Geschwister mit ein, damit auch diese das Bürgerbusangebot nutzen für Fahrten in die Nachbargemeinden. Denn der Bürgerbus ist für alle da !!!
Es darf nicht sein, dass wir immer wieder bemerken, dass z.B. in Appelhülsen Leute an den bekannten Haltestellen stehen und auf das teuerere Ruftaxi zurückgreifen, obwohl wir u.U. zur gleichen Zeit über Schapdetten auch nach Nottuln fahren. In einem neueren  WN Zeitungsartikel  wird über das diesbezügliche schlechte ÖPNV Angebot bzgl. der Verbindung der Gemeinden Appelhülsen mit Nottuln geklagt, ohne dass auf den am Tag 4 x verkehrenden Bürgerbus auf gleicher Strecke hingewiesen wird.

 

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Erfolgsmodell BÜRGERBUS in NRW

2. November 2015

Wenn Bürger für Bürger fahren
Erfolgsmodell in NRW: Vor 30 Jahren nahm der erste Bürgerbus zwischen Ahaus und Heek Fahrt auf

Münsterland (lnw).  1985 wurde der bundesweit erste Bürgerbus zwischen Heek und Ahaus in Betrieb genommen, gefördert vom Land Nordrhein-Westfalen. Noch heute ist NRW Vorreiter ei­ner Bewegung der Bürger, die für Bürger fahren.

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Der Fahrplan des Bürgerbusses im Westmünsterland: Seit 30 Jahren fahren hier Bürger für Bürger.
Das Projekt ist ein Erfolgsmodell. Inzwischen fahren 121 Bürgerbusse durch NRW. Nur vier Linien mussten bisher eingestellt werden. Foto: dpa

„Steig lieber mit ein, Sarah. Sonst kommst Du gar nicht nach Asbeck“, ruft Hildegard Klöpper durch die geöffnete Bustür. Das Mädchen lächelt die Fahrerin dankbar an und setzt sich auf einen der acht Plätze. Klöpper kennt die meisten ihrer Fahrgäste mit Namen. Sie weiß, wer gern ein Schwätzchen hält oder lieber in Ruhe gelassen werden will und wer wo ein- und aussteigt. Schon vor 30 Jahren, als der deutschlandweit erste Bürgerbus zwischen Legden/Heek und Ahaus (Kreis Borken) seinen Dienst aufnahm, saß die heute 76-Jährige hinterm Steuer.

Was 1985 als Projekt der Landesregierung begann, hat sich zum Erfolgsmodell entwickelt. 121 Bürgerbusse fahren inzwischen durch das größte Bundesland. Nur vier Linien mussten in den vergangenen 30 Jahren eingestellt werden. Auch in anderen Bundesländern finden sich immer mehr Nachahmer. Deutschlandweit sind laut Dachverband Pro Bürgerbus NRW e.V. 260 Bürgerbusse unterwegs.

„Ich war erst skeptisch, ob ich das wohl kann mit so ei­nem großen Auto, aber mittlerweile ist es Routine“, erzählt Hildegard Klöpper. So sehr, dass sie der Linienstrecke oft auch unbewusst privat folge, obwohl andere Wege kürzer wären. Mindestens einmal die Woche macht die Rentnerin ehrenamtlich die zweistündige Tour.

„Bürger fahren für Bürger“ – diesem Motto ist die Bür­gerbus-Bewegung stets treu geblieben. „Wir sind keine Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr. Wir fahren dorthin, wo die normalen Busse nicht hinkommen, weil das für sie nicht wirtschaftlich wäre“, erklärt Franz Heckens, der Vorsitzende von Pro Bürgerbus NRW e.V. Natürlich sei der Bürgerbus dank des ehrenamtlichen Engagements günstiger als der ÖPNV. „Es besteht immer die Versuchung, mit einem Bürgerbus den städtischen Haushalt zu entlasten“, sagt Heckens. Dafür wollten sich die Fahrer jedoch nicht einsetzen. „Der Bürgerbus ist immer nur ei­ne Ergänzung der bestehenden Angebote, Arbeitsplätze dürfen dadurch nicht gefährdet werden.“

Dass gerade Nordrhein-Westfalen zum Vorreiter der Bürgerbus-Bewegung wurde, ist sicherlich auch dem Engagement der Landesregierung zu verdanken, die vor 30 Jahren das Vorbild des „Buurtbus“ aus den benachbarten Niederlanden nach Deutschland übertragen wollte. Insgesamt fünf Pilotprojekte wurden damals initiiert – alle existieren noch heute.

Das Land fördert die Neuanschaffung von Bürgerbussen mit 40 000 Euro, behindertengerechte Fahrzeuge werden mit 55 000 Euro bezuschusst. Auch jeder Bürgerbusverein erhält in NRW im Gegensatz zu anderen Bundesländern 5000 Euro pro Jahr. Er organisiert den Betrieb, wirbt neue Fahrer an und stellt Dienstpläne auf. Das Verkehrsunternehmen vor Ort ist Konzessionsinhaber und Eigentümer des Busses, die Gemeinde verpflichtet sich, eventuelle finanzielle Defizite zu übernehmen.

Inzwischen ist der Bürgerbus in Ahaus angekommen. Gerda Emmerling steigt aus, sie hat hier Termine. „Um 17 Uhr fahre ich wieder mit euch zurück“, ruft sie.

 


Wir freuen uns auf Sie! Am Steuer des Bürgerbusses

Juli 2015

Hier finden Sie einen Auszug aus der Zeitung "BUNT STIFT" des Stift Tilbeck.

Bürgerschaftliches Engagement -  freiwilliges Ehrenamt -  Ehrenamt

                   


Vereinstreffen mit Bürgermeisterkandidaten

1. Juni 2015

Fahrerstammtisch und Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten für Nottuln und Havixbeck:

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v.l.: Günther Altfeld 2. Vorsitzender des Bürgerbusvereins, Paul Berning Beisitzer, Werner Rehms Fahrdienstleiter und
2. Vorsitzender, Manuela Mahnke Bürgmeisterkandidatin für Nottuln

v.r.:Willi Hülsmann Beisitzer, Klaus Gromöller Bürgermeister von Havixbeck, Klaus Teichmann 1. Vorsitzender,
Dirk Mannwald Bürgermeisterkandidat für Nottuln, Hubert Hanning Beisitzer, Katja Venghaus Bürgermeisterkandidatin für Havixbeck

Am Montagabend trafen sich die Fahrer und Fahrerinnen des Bürgerbusvereins Baumberge zum vierteljährlichen Stammtisch im Hotel zur Post in Schapdetten.

Dieses mal waren alle Bürgerbusmitglieder fast vollzählig erschienen, weil die Bürgermeisterkandidaten für Nottuln und Havixbeck ihr Kommen zugesagt hatten und sich im einzelnen nicht nur persönlich vorstellen, sondern auch kurz ihre Visionen für den Fall einer Wahl im Sinne der Gemeinden vortragen wollten.

Zunächst ergriff Klaus Teichmann als 1. Vorsitzender des Bürgerbusvereins das Wort und gab einen Abriss über die Vereinsentwicklung ab Gründung in 2008 mit sehr positiver Entwicklung der Fahrgastzahlen mit jährlicher Steigerung um rd. 1000 von ursprünglich  rd 3000 auf nunmehr rd. 8000 mitgenommenen Fahrgästen und letztendlich fast ausgeglichenem Betriebsergebnis in 2014. Auch Günther Altfeld als 2. Vorsitzender konnte die positive Entwicklung des Bürgerbusvereins Baumberge bestätigen und noch abrunden mit dem guten wirtschaftlichen Ergebnis insbesondere im letzten Jahr durch den Einsatz eines neuen Busses im Vergleich zu den Zahlen der 5 Nachbarschaftsvereine bzw. 13 von RVM betreuten Bürgerbusvereine.

Sodann ergriff Herr Gromöller als noch amtierender Bürgermeister von Havixbeck das Wort und bedankte sich ausdrücklich für den ehrenamtlichen Einsatz der 25 Fahrer und Fahrerinnen aus Havixbeck und Nottuln. Darüberhinaus ging er auch kurz auf  die Gemeindepolitik ein.

Anschließend stellten sich die drei Bürgermeisterkandidaten - für Havixbeck Frau Venghaus bzw. Nottuln Frau Mahnke und Herr Mannwald - vor. Sie machten deutlich, dass sie auf jeden Fall auch in Zukunft für den Fall  ihrer Wahl nach ihren Kräften den Bürgerbuseinsatz unterstützen wollten. Desweiteren gaben sie einen kurzen Abriss ihrer Stärken für den möglichen Bürgermeistereinsatz in den Gemeinden Nottuln bzw. Havixbeck..

Es wurde deutlich, dass sie sich vorrangig dem Wohle der Bürger und dem Gemeinwesen verpflichtet sehen. 

Alle 4 Bürgmeisterkandidaten waren bereit, in der anschließenden allgemeinen Diskussion  Fragen aus dem Fahrerkreis umfassend und erschöpfend zu beantworten.

Nach einem kleinen Imbiss gingen alle zufrieden auseinander und freuten sich, dass der weiteren guten Entwicklung des interkommunal tätigen Bürgerbusvereins Baumberge nichts im Wege steht, sondern der Verein ganz im Gegenteil auch in Zukunft von allen Seiten nach Kräften gefördert werden dürfte.
Günther Altfeld. 2. Vorsitzender des Bürgerbusvereins Baumberge

 


Erste Hilfe Kurs

29. März 2015

Am Wochenende, 28. und 29.03.15, besuchten 9 Bürgerbusler jeweils ganztägig einen Erste Hilfe Kurs für sog. Ersthelfer im DRK Heim in Nottuln. Für einige von uns war es eine Wiederholungsprüfung seit dem letzten Kurs in 2011, für andere „Youngster“ wiederum die erste Schulung seit Erhalt des Führerscheins mit 18 !!!
Beide Tage waren ausgefüllt mit Theorie und praktischen Übungen, vorgetragen und begleitet von einer kompetenten und lockeren Lehrmeisterin Frau Leyer vom DRK Nottuln.
Als erstes lernten wir das richtige Verhalten bei Unfällen und Notfällen und ganz wichtig die 5 W´s beim kostenlosen Notruf:

Wo                     ist es passiert?
Was                    ist passiert?
Wie viele            Verletzte/Erkrankte?
Welche               Art von Verletzungen/Erkrankungen?
Warten               auf Rückfragen
 
Desweiteren wurde uns erklärt, dass für jedermann die Verpflichtung zum Helfen besteht. Dabei ist nicht zu vergessen, dass fast immer die richtige Hilfe in den ersten Minuten – bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes – für die Schwere der Unfallfolgen oder gar für das Überleben entscheidend sein kann.
 
Der erste Tag war weiter ausgefüllt mit praktischen Übungen, wie z.B. die stabile Seitenlage und auch die kräftezehrende Herzdruckmassage und natürlich die Mund zu Mund Beatmung (keine Sorge, nur an der Puppe…).

Am 2. Tag hatte ich meine Kamera dabei und hielt einige „künstlerischen Aktionen“ per Foto fest. Wir waren nicht nur mit vollem Einsatz dabei,  sondern trotz des Ernstes der vorgetäuschten Unfallsituationen hatten wir – wie man sieht - mächtig Spass.
Ein Foto zeigt, mit welchen Verletzungen wir 9 Bürgerbusler zu kämpfen hatten. Daraus wird deutlich, dass wir das schmackhafte gemeinsame Mittagsmahl mit einem „Pilsken“ etc. verdient haben. Alle Kosten für den Kurs und das Essen wurden von der Volksbank Nottuln gesponsert.

Abschließend wurde unsere erfolgreiche Teilnahme am Erste Hilfe Kurs mit einer Urkunde  bescheinigt, so dass wir in Zukunft für den Notfall im Bürgerbuseinsatz aber auch für den Alltag im Privatleben gut gerüstet sind.
Man kann nur jedem empfehlen, an solchen Schulungsmaßnahmen teilzunehmen.
Vielleicht finden wir dafür wieder einen Sponsor. Günther Altfeld

 

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Die "Neuen Alten" oder das neue Miteinander der Generationen

24. April 2015

von Helmut Brandes und Michael Küper,       Auszug aus: "Nottulner Frühlingbote" (5.Ausgabe - April 2015)

Veränderungen bestimmen Gegenwart und Zukunft und zwingen uns, die ,,Erfahrungen" auf den neuesten Stand zu bringen. Wir brauchen das Miteinander der Generationen. Die Jüngeren haben neue Ideen, sind dynamisch,  drängen nach Veränderungen. Wir brauchen aber auch den Rat der Alten, die sorgsam zwischen gegebenen Möglichkeiten und Grenzen abwägen.

Laut lNSA -Studie 50plus VIELFALT DES ALTERNS engagieren sich heute über 40 % aller 65jährigen freiwillig in den verschiedensten Bereichen der ehrenamtlichen Arbeit. Dabei spielt eine Entlohnung keine wesentliche Rolle, sie engagieren sich, weil sie sich fit fühlen. Sie geben im letzten Drittel ihres Lebens ,,noch einmal Gas".

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Was tun die Senioren für die Gesellschaft? Wie schon erwähnt, tun sie sehr viel. Ohne die ehrenamtliche Tätigkeit von Senioren könnten viele Aufgaben besonders in sozialen Bereichen gar nicht mehr erfüllt werden. Sie arbeiten in Sportvereinen, machen Besuchsdienste in Krankenhäusern, organisieren kulturelle Veranstaltungen, fahren Bürgerbusse, übernehmen Großelterndienste in unterschiedlicher Form, sie helfen Schulabgängern bei der Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche, fördern ausländische Jugendliche und Erwachsene, sind tätig in Volkshochschulen, unterstützen kirchliche Arbeit, stehen jungen Existenzgründern zur Seite, helfen Angehörigen von pflegebedürftigen Personen und sind, nach besonderer Ausbildung, für die Hospizarbeit oder in der Notfallseelsorge im Einsatz. Auch Vereine können und müssen sich auf die Mitarbeit von Senioren verlassen.

Wir stellen einige Nottulner Senioren vor, die für die ,,Neuen Alten" stehen, haben eine Auswahl getroffen und wissen natürlich, dass es noch viele Menschen gibt, über deren ehrenamtliche Arbeit sich zu berichten lohnte. Es ist uns wichtig, allen Ehrenamtlichen für ihre vielfältige und wichtige Arbeit zu danken.

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Wer schnell nach Münster muss, benutzt den Schnellbus des RVM, auch unsere Kreisstadt Coesfeld ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Selbst ,,Nachtschwärmer" können auf das eigene Auto verzichten, schließlich gibt es noch den Nachtbus.

Ganz anders sieht es aus, wenn man nach Schapdetten oder zum Stift Tilbeck und Havixbeck fahren möchte. Ein sehr beliebtes Ausflugsziel in den Baumbergen ist der Longinusturm, gerne besucht. Wer, aus welchen Gründen auch immer, kein Auto besitzt, nicht mehr fahren will oder kann, hätte ein echtes Problem, wenn es den" BürgerBus Baumberge" nicht gäbe, denn diese Haltestellen werden täglich mehrmals angefahren. Im Krankenhaus Nottuln werden auch Havixbecker stationär behandelt und freuen sich über Besuch.

Gerade für ältere Menschen ist der BürgerBus eine große Hilfe, sie können jetzt völlig selbständig entscheiden wann sie ihren Krankenbesuch machen, sie müssen niemanden um Hilfe bitten, schließlich verkehrt der BürgerBus auf dieser Strecke täglich vier Mal.

Der Bürgerbus ergänzt mit seinem Angebot die RVM in Bereichen, in denen sich ein Fahrbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen nicht lohnt, aber dennoch Mobilitätsbedarf besteht. Für viele Menschen in unserer Region steigert diese Dienstleistung deren Lebensqualität schon deshalb, weil Sozialkontakte aufrecht erhalten werden könnem, eine Geburtstagseinladung nicht deswegen abgesagt werden muss, weil keine Fahrgelegenheit vorhanden ist.

Der Fahrdienst wird von 20 ausschließlich ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrern aus Nottuln und Havixbeck geleistet. Seit 2013 ist auch Mia Heinedabei. Nachdem sie von ihrem Beruf als Architektin in den Ruhestand wechselte, suchte sie nach einer sinnvollen ehrenamtlichen Tätigkeit und wurde über einen Zeitungsartikel auf den Bürgerbus aufmerksam.

,,Da ich gerne Auto fahre, interessierte mich die Arbeit sofort. Ich kam in ein tolles Team, wurde sehr kollegial aufgenommen. Nachdem ich meinen Personenbeförderungsschein erworben habe, wurde ich sofort eingesetzt", berichtet Mia Heine.

,,Die Arbeit macht mir viel Spaß, ich fahre durch eine wunderschöne Landschaft, die bei jeder Jahreszeit reizvoll ist. Die Fahrgäste sind sehr freundlich und freuen sich, dass sie von uns gefahren werden. Ich erinnere mich gerne an eine 90jährige Havixbeckerin, die mit ihrem Rollator schon auf mich wartete. Sie konnte in aller Ruhe einsteigen, ohne Hektik, dafür war sie sehr dankbar. Da wird einem erst bewusst, wie wichtig unser ehrenamtlicher Einsatz ist", sagt Mia Heine sichtlich zufrieden. Ihr ist es noch wichtig zu erwähnen, dass der Einsatz sehr flexibel erfolgt. Man kann sich selber in den Dienstplan eintragen seine privaten Termine unabhängig wahrnehmen. Mia Heine wird natürlich auch in Zukunft den BürgerBus fahren.

 


Regierungspräsident dankt ehrenamtlichen der BürgerBusvereine für Engagement

22. März 2015

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Alle Bürgerbus-Vereine im Regierungsbezirk Münster sind der Einladung der Bezirksregierung Münster gefolgt und am heutigen Sonntag (22. März) mit ihren Bürgerbussen auf den Domplatz nach Münster gekommen.
(Bild oben), Bürgerbus Baumberge e.V. (seit 2008) Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke (r.), Günther Altfeld (stellvertretender Vorsitzender),
Hubert Hanning, Mia Heine, Willi Hülsmann, Hans-Dieter Krahforst

Münster. Die Bürgerbus-Idee in Nordrhein-Westfalen feiert ihren 30. Geburtstag. Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke will deshalb heute (22. März) den vielen ehrenamtlich tätigen Fahrerinnen und Fahrern der zwanzig Bürgerbus-Vereine im Regierungsbezirk Münster für ihr Engagement danken. Rund 140 Gäste sind dieser Einladung gefolgt.

"Bürger fahren für Bürger - von Westerkappeln im Norden bis Olfen im Süden, von Rhede im Westen bis Wadersloh im Osten. So bieten Sie in den ländlichen Gebieten des Münsterlandes und an den Rändern der Emscher-Lippe-Region Ihren Mitbürgern ein zuverlässiges und preisgünstiges Verkehrsmittel für Arztbesuche, Behördengänge, Einkaufsfahrten, aber auch Kindergarten- oder Musikschulbesuche mit Ihrem unermüdlichen Engagement. Dafür danke ich Ihnen herzlich. Auch den Verkehrsunternehmen und den Kommunen, die den Bürgerbus-Vereinen mit Rat und Tat zur Seite stehen, danke ich sehr", sagte Klenke bei der Dankeschön-Feier auf dem Domplatz in Münster. "Sie packen an. Und Anpacken ist gut westfälisch."

"Man merkt, dass den Fahrerinnen und Fahrern ihre Aufgabe Spaß macht. Deshalb mache ich mir über die Zukunft der Bürgerbusse gar keine Sorgen", sagt Franz Heckens von Pro Bürgerbus NRW.

Die Idee der Bürgerbusse geht auf Projekte Anfang der 1970er Jahre in Großbritannien zurück. Seit 1977 wurden ähnliche Konzept unter dem Begriff "Buurtbus" in den Niederlanden erfolgreich umgesetzt. Unter dem Motto "Bürger fahren für Bürger" starteten Mitte der 1980er Jahre erste Bürgerbus-Modellvorhaben in Nordrhein-Westfalen. Der bundesweit erste Bürgerbus nahm am 4. März 1985 seinen Betrieb zwischen Ahaus und Legden im Kreis Borken auf.

Bürgerbusverkehr ist ein mit Kleinbussen betriebener öffentlicher Personen-Nahverkehr (ÖPNV), dessen Betrieb von einem zu diesem Zweck gegründeten Verein mit ehrenamtlichen Fahrern organisiert wird. Bürgerbusse verkehren nach festgelegtem Fahrplan und bedienen festgelegte Haltestellen. Bürgerbusprojekte sollen insbesondere in ländlichen Räumen Lücken im Nahverkehrsangebot schließen. Der "klassische" Linienverkehr ist dort in der Regel nur auf den nachfragestarken Hauptverkehrsachsen wirtschaftlich. Bürgerbusse bieten sich hier an, weil sie eine an die geringe Nachfrage und die Bedürfnisse der Fahrgäste angepasste wirtschaftliche Lösung bieten. Jeder Bürgerbusverein kooperiert mit einem Verkehrsunternehmen. Dieses trägt die Verantwortung im Sinne des Personenbeförderungsgesetzes, beschafft das Fahrzeug, arbeitet mit dem Verein den Fahrplan aus und steht dem Verein für Fragen und Probleme des laufenden Fahrbetriebs zur Seite. Die Kommunen tragen das finanzielle Risiko des laufenden Fahrbetriebs.

Das Verkehrsdezernat der Bezirksregierung Münster berät die Kommunen sowie Vereine in der Gründungsphase und genehmigt die Linienverkehre. Es fördert die Beschaffung der Fahrzeuge mit bis zu 55.000 Euro und unterstützt die Arbeit der Bürgerbus-Vereine jährlich mit 5.000 Euro. Neben diesen regelmäßigen Unterstützungen begleitet das Verkehrsdezernat die Bürgerbus-Vereine im Rahmen von besonderen Projekten und Fragestellungen bei der Ausgestaltung von Verkehrsabläufen.

Das Zusammenspiel all dieser Menschen und Institutionen hat die Bürgerbus-Initiative auf die Überholspur gebracht und ist elementarer Bestandteil des Öffentlichen Personennahverkehrs in den ländlichen Regionen.

Im Regierungsbezirk Münster gibt es eine Vielzahl von Erfolgsbeispielen der Bürgerbus-Vereine. So gibt es mit dem Bürgerbus-Projekt Heek-Legden nicht nur den ältesten Verein in ganz Deutschland, sondern in der unmittelbaren Umgebung mit dem Bürgerbus Südlohn-Oeding ein Projekt, das im regulären Fahrbetrieb die deutsch-niederländische Grenze überwindet und den Regierungsbezirk Münster mit unseren holländischen Nachbarn in Winterswijk verbindet. In der Gemeinde Wettringen gibt es einen Bürgerbus-Verein, der gemeinsam mit den Bürgern der Grafschafter Kommunen Ohne und Schüttorf einen Bürgerbus über die Landesgrenze nach Niedersachsen hinweg organisiert.

Ein weiteres interessantes Beispiel ist der Bürgerbus Olfen. Dort hat man sich vor einiger Zeit mit dem Thema alternde Bevölkerung und Erhalt eines angepassten und attraktiven Bürgerbus-Angebots beschäftigt. Seit Anfang 2013 verkehrt der Bürgerbus Olfen nicht mehr nach einem festen Fahrplan, sondern kann sich bedarfsorientiert an die Bedürfnisse der Bürger vor Ort anpassen. Das heißt, der Bürgerbus fährt nur dann, wenn er gebraucht wird und nur dort, wo er gebraucht wird. Dieses Konzept hat sowohl die Bürger vor Ort als auch den Landesverkehrsminister in seinem Erfolg überzeugt, so dass der Pilotversuch des bedarfsorientierten Bürgerbusses Olfen für den Dauerbetrieb genehmigt werden konnte und diese Bedienungsform in den landesweiten Bürgerbus-Betrieb eingebunden wurde. Wie sich im Rahmen einer besonderen Fördermaßnahme des Landes zeigt, haben weitere Kommunen aus der Region aber auch deutschlandweit an diesem innovativen und zukunftsorientierten Projekt Interesse bekundet und denken über neue Bürgerbus-Gründungen intensiv nach.

Bestätigung und Lohn für die ehrenamtliche Arbeit sind die vielen Auszeichnungen für Bürgerbus-Projekte landesweit. Der größte Bürgerbus-Verein Emsdetten-Saerbeck mit rund 90 Fahrern und zwei Bussen war beim Wettbewerb "Menschen und Erfolge - aktiv für ländliche Infrastruktur" des Bundesumweltministeriums erfolgreich. Gerade aktuell wurde der Preis "People-to-People" an den Bürgerbus-Verein Südlohn-Oeding vergeben.

In den vergangenen fünf Jahren sind neun Bürgerbus-Vereine in unserer Region neu gegründet worden. Am 1. April 2015 geht der Bürgerbus-Verein Coesfeld an den Start. Weitere Bürgerbus-Projekte sind in Planung. Dies zeigt wie aktuell und kreativ die Bürgerbus-Idee in unserer Region gelebt wird.

 

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Regierungspräsident (Presseberichte) 
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Mitgliederversammlung, " Es soll so bleiben, wie es ist

17. März 2015

Nottuln/Havixbeck, Von Lukas Splitthoff, WN vom 19.3.2015

Zufriedenheit stellt sich ein, wenn der Bürgerbus Baumberge e.V. auf das vergangene Jahr zurückblickt. Der Zuschussbedarf konnte auf ein Rekordtief gesenkt werden.

Neues Fahrzeug hat sich bewährt / Positive Entwickling beim Bürgerbus Baumberge e.V.  

Mitgliedervers_17032015  Foto: Lukas Splitthoff
Dank für treue Dienste: Der Vorstand verabschiedete Helmut Kloppenburg (4. v.l.) und Erhardt Schnieder (5. v.l.)
sowie Lutz Lutum (fehlte bei der Versammlung) mit einem kleinen Präsent aus dem aktiven Fahrdienst.
Mit im Bild (v.l.) Paul Berning, Wilhelm Hülsmann, 1. Vorsitzender Klaus Teichmann, Hubert Hanning und 2. Vorsitzender Günther Altfeld.

Fortwährend und unfallfrei pendelte der neue Bürgerbus im vergangenen Jahr über die Baumberge. „Wir haben die richtige Wahl getroffen“, zeigte sich 2. Vorsitzender Günther Altfeld auf der Jahreshauptversammlung des Bürgerbus Baumberge e.V. von der Anschaffung des neuen Fahrzeugs überzeugt.

Dank des geringeren Kraftstoffverbrauchs des neuen Wagens und der seit Jahren stark steigenden Fahrgastzahlen sank die Bezuschussung durch die Gemeinden Havixbeck und Nottuln auf einen rekordverdächtigen Tiefstand von nur noch 1772 Euro.

Freundlichkeit und Service, aber auch die großen Bemühungen in Sachen Öffentlichkeitsarbeit führte Vorsitzender Klaus Teichmann als Gründe für diese erfreuliche Entwicklung an. Klagen könne er bei den sieben Touren täglich zum Lückenschluss im Nahverkehr wirklich nicht. Deshalb findet er: „Es soll so bleiben, wie es ist.“ Und damit dieser Wunsch erfüllt wird, lädt der Verein die Bürgermeisterkandidaten aus den Gemeinden zum nächsten Treffen im Juni ein, um gemeinsam über die weitere Unterstützung seitens der Gemeinden zu sprechen.

Im vergangenen Jahr beförderten die 23 ehrenamtlichen Fahrer 7855 Fahrgäste. Bei dieser hohen Akzeptanz vor allem unter Schülern und Bewohnern des Stifts Tilbeck sowie den vielen Zusatzfahrten etwa zur Tilbecker Kirmes und dem Martinimarkt blieben nur sehr wenige Leerfahrten, freute sich Teichmann.

Um auch im anstehenden Jahr eine gute Arbeit leisten zu können, stehen weitere Fortbildungen an. Gefördert von der Volksbank Nottuln, will der Verein seinen Fahrern einen speziellen Erste-Hilfe-Kurs anbieten. Später im Jahr ist auch ein Fahrsicherheitstraining bei der RVM geplant.

Die gute und für die Region bereichernde Arbeit honorierte das Land Nordrhein-Westfalen zuletzt mit einer großen finanziellen Unterstützung für das geleistete Ehrenamt. Auf Empfehlung der Gemeinden erhielten die Fahrer außerdem schon in 2013 den von der Sparkasse ausgeschriebenen Ehrenamtspreis. Ihre Preise lösten sie mit einem gemütlichen Abend im GOP-Varieté-Theater Münster ein.

Zur Verabschiedung aus dem aktiven Fahrdienst und als Würdigung für ihren Dienst überreichte der Vorstand schließlich kleine Präsente an Helmut Kloppenburg und Erhard Schnieder sowie Lutz Lutum.

 


 

Volksbank Appelhülsen, Infos rund um einen besonderen Service

20. Januar 2015

WN am 20.1.2015
Bürgerbusverein-Baumberge präsentiert seine Wanderausstellung in der Volksbank Appelhülsen

Im Foyer der Volksbank in Appelhülsen haben jetzt der Vorsitzende des Vereins "BürgerBus-Baumberge", Klaus Teichmann, sowie die Vorstände der Volksbank Nottuln eG  Herbert Lohmann und Karl Weckendorf eine Ausstellung zum Thema BürgerBus in den Baumbergen eröffnet. Diese ist noch bis zum 15.Februar zu sehen.

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In der Austellung (vl): Hubert Hanning, Willi Hülsmann, Werner Rehms, Günther Altfeld, 
Dieter Krahforst, Karl Weckendorf, Klaus Teichmann, Herbert Lohmann

Der Bürgerbus ergänzt mit seinem Angebot die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) in den Bereichen, in denen ein Fahrbetrieb durch die RVM aus wirtschaftlichen Gründen nicht vertretbar wäre, aber dennoch ein Bedarf an Mobilität besteht. Nur durch den ehrenamtlichen Fahrdienst der 23 Bürgerbusfahrer/innen aus Nottuln und Havixbeck, die finanzielle Beteiligung der Gemeinden Nottuln und Havixbeck, die Bezuschussung des Landes NRW bei der Busbeschaffung, die Fahrzeugwerbung und die Unterstützung der RVM ermöglichen diesen besonderen Service. Das Fahrpersonal des Bürgerbusvereins Baumberge fährt den Bürgerbus im Auftrag der RVM. Das Fahrpersonal des Vereins fährt von Motag bis Freitag von 7:30 bis 18:30 Uhr.

Der Bürgerbus verfügt über acht Fahrgastplätze ist seit dem 1. Oktober 2008 in Linienverkehr unterwegs. Im ersten Jahr sind auf der Linie B 31 Nottuln-Appelhülsen circa 3000 Fahrgäste befördert worden. Im Jahre 2010 wurde die Linie B 32 nach Havixbeck/Tilbeck hinzugenommen und brachte bis heute eine stetige Aufwärtsentwicklung mit rund 7500 Fahrgästen pro Jahr.

Dem BürgerBus Verein ist die positive Resonanz aus dem Kreis der Fahrgäste zugleich Verpflichtung, den Service auch in 2015 pünktlich und gewissenhaft zu leisten. Um aktuell zu bleiben, absolvieren die Busfahrer in diesem Monat zur Auffrischung einen 1. Hilfe Kurs, den die Volksbank Nottuln finanziert.

 




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