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Aktuelles / Archiv

Der Bürgerbus im Einsatz

aus den Gründungsjahren 2008 und 2007

 

Idee "BÜRGERBUS"

12. Dezember 2008

WN-Warendorf,
 Die Idee „Bürgerbus“ ist vermutlich in England entstanden und über die Niederlande nach Deutschland gekommen. 1985 wurde in Heek der erste Bürgerbus als Pilotprojekt ins Leben gerufen, mittlerweile sind fast 100 Bürgerbusse auf den Straßen Nordrhein-Westfalens unterwegs. Der Bürgerbus ist ein Kleinbus mit acht Fahrgastplätzen und kann da eingesetzt werden, wo regulärer Linienverkehr wirtschaftlich nicht mehr tragbar ist. Dadurch kann er auch in nachfrageschwachen Räumen oder Zeiten Mobilität gewährleisten, ohne übermäßige Kosten zu verursachen. Gesteuert wird der Bus von Bürgern. Die Fahrer, die mindestens 21 Jahre alt sein, den Klasse 3-Führerschein oder den entsprechenden EU-Führerschein (Klasse B) haben, über zwei Jahre Fahrpraxis verfügen und eine Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung haben müssen, wechseln sich nach einem abgestimmten Dienstplan, den ein Bürgerbus-Verein erstellt, etwa alle zwei bis vier Stunden ab und fahren im Durchschnitt ungefähr zwei- bis viermal im Monat. Der Bus selbst wird durch ein Verkehrsunternehmen zur Verfügung gestellt.

 


BürgerBus fährt zum Martinimarkt

4. November 2008

So bequem und einfach war es wohl noch nie, mit dem Bus zum Nottulner Martinimarkt zu kommen. Wie gestern bekannt wurde, wird der Nottulner Bürgerbus am kommenden Samstag und Sonntag (8. und 9. November) die Linie B31 (Appelhülsen-Schapdetten-Stevern-Nottuln) bedienen.

So bequem und einfach war es wohl noch nie, mit dem Bus zum Nottulner Martinimarkt zu kommen. Wie gestern bekannt wurde, wird der Nottulner Bürgerbus am kommenden Samstag und Sonntag (8. und 9. November) die Linie B31 (Appelhülsen-Schapdetten-Stevern-Nottuln) bedienen.

von Ludger Warnke, WN

 


BürgerBus bringt auch zum Kaffeeklatsch

4. November 2008

WN-Nottuln.
Knapp eine Woche ist der Nottulner Bürgerbus nun im Einsatz. Ehrenamtlich tätige Fahrerinnen und Fahrer lassen Ortsteile und Entfernungen näher zusammenrücken; auch da, wo bisher kein öffentlicher Bus zu sehen war.

Zunehmend interessiert registrieren Nottulner Bürger wie auch auswärtige Besucher das neue Angebot in Nottuln, schreibt der Bürgerbusverein in einer Pressemitteilung. Bereits am ersten Tag konnte Bürgerbusfahrer Willi Hülsmann eine siebenköpfige Gruppe von Übernachtungsgästen aus Schapdetten nach Nottuln bringen und ihnen dabei noch das schöne Stevertal zeigen.

Auch wer sonst bepackt seinen Weg vom Einkauf zum Fasanenfeld zu Fuß nehmen musste, ist jetzt „Kunde“ im Bürgerbus und froh um das Angebot, das ihn preisgünstig und vor allem trocken in die Nähe seiner Wohnung bringt. Oder die Damen, die sich zum Kaffeeklatsch verabredet hatten und fast vor der Caféhaustür abgesetzt wurden. Hier zeigte sich die besondere Dankbarkeit in einem kleinen Beitrag zur „Kaffeekasse“ der Fahrer, wie die ehrenamtliche Fahrerin Ursula Boldt-Hübner zu berichten wusste.

Von morgens um 7.30 (Linie 31 ab Bahnhof Appelhülsen) bis zum frühen Abend bei seiner letzten Fahrt um 18.38 Uhr (Linie 32 ab Rhodeplatz) gehört der Bus mit seinen acht Sitzen jetzt zum täglichen Erscheinungsbild auf den Straßen in Nottuln, Stevern, Schapdetten und Appelhülsen. Oft noch ungewohnt, aber zunehmend beobachtet, fährt der rot-weiße Kleinbus auf der Linie 31 (Rhodeplatz-Stevern-Schapdetten-Appelhülsen-Bahnhof und zurück) und auf der Linie 32 (Rhodeplatz-Fasanenfeld-Süd-Rhodeplatz). Mehr als 30 Haltestellen werden nach einem genauen Fahrplan angefahren.

Die Fahrtarife liegen für die Linie 31 bei 1,50 Euro für den Erwachsenen und 1 Euro für Kinder ab sechs Jahren. Auf der Linie 32 kostet die Fahrkarte sogar nur 1 Euro bzw. 0,50 Euro für Kinder ab sechs Jahre. Schwerbehinderte mit einem entsprechenden Vermerk und einer gültigen Wertmarke können den Bürgerbus kostenlos nutzen.

In öffentlichen Gebäuden, Banken, Arztpraxen und im Bürgerbus selbst sind die übersichtlichen Flyer des Bürgerbusses, die Auskunft über die Fahrpläne und Haltestellen geben, kostenlos erhältlich. Weitere Verteilerstellen werden folgen.

Mit der Auslastung der ersten vier Fahrtage ist der Verein nicht unzufrieden, so Bürgerbus-Geschäftsführer Leo Broloer: „Es ist ein neues und neuartiges Angebot in Nottuln, das mit seinem Bekanntheitsgrad wachsen und noch viele Fahrgäste begeistern wird. Bis der Bürgerbus in allen Haushalten bekannt ist und vor allem auch genutzt wird, kann noch eine gewisse Zeit vergehen.“

Infos über den Fahrplan des Bürgerbusses auch unter www.buergerbus-nottuln.de

 


BÜRGERBUS nimmt den Linienbetrieb auf

1.  Oktober 2008

Willi Hülsmann fährt heute die erste Tour mit dem rotweißen Bus, allerdings: „Grünweiß hätte besser
Willi Hülsmann fährt heute die erste Tour mit dem rotweißen Bus, allerdings: „Grünweiß hätte besser zu Nottuln gepasst.“

Neben Willi Hülsmann, Leo Broloer (Geschäftsführer Bürgerbus-Verein) und Andreas Buffi (1. Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins) besitzen noch 17 weitere Fahrer die „Schlüsselgewalt“ zum Fahren des Busses, der seinen Standort an der Westfalen-Tankstelle von Andreas Thieman haben wird.

Mit der Schlüsselübergabe an den Bürgerbus-Verein durch Bürgermeister Schneider wurde am MontagabendFotos: Dieter Klein

Mit der Schlüsselübergabe an den Bürgerbus-Verein durch Bürgermeister Schneider wurde am Montagabend der symbolische Startschuss für den Bürgerbus gegeben.

 

 „Damit hat ein lang gehegter Wunsch endlich zu einem guten Ende gefunden. Eine Innovation, deren Impuls einzig und allein von den Bürgern ausgegangen ist“, dankte Bürgermeister Peter Amadeus Schneider bei einer kurzen Schlüsselübergabe allen Anwesenden am Montagabend auf dem Stiftsplatz. Schneider betonte, dass der Bürgerbus nicht nur den Öffentlichen Personennahverkehr verbessere, sondern auch für eine „wichtige soziale Verbesserung“ sorge, werde dadurch doch die Teilhabe der Menschen am sozialen Leben in der Gemeinde verbessert.

Neben zahlreichen Ehrenamtlichen aus den Reihen des Bürgerbus-Vereins waren zu der offiziellen Übergabe des Bürgerbusses auch Ratsvertreter aller Fraktionen, die Vorsitzenden der Heimatvereine Nottuln und Appelhülsen sowie Michael Klüppels (Leiter Verkehrs-Management RVM) erschienen. Aus Havixbeck war unter anderem Klaus Wiethaup nach Nottuln gekommen. Der gab sich positiv und hoffnungsvoll: „Ich hoffe, dass bei den zunehmenden gemeinsamen Aktivitäten der Kommunen es in ein, zwei Jahren auch eine Bürgerbuslinie B33 geben wird, die Havixbeck, Tilbeck, Schapdetten und Nottuln miteinander verbindet.“

Die Fahrtkosten der Linie Appelhülsen – Nottuln liegen bei 1,50 Euro für Erwachsene und 1 Euro pro Kind. Auf der Rundstrecke in Nottuln beträgt der Fahrpreis entsprechend 1 Euro und 0,50 Euro.

In finanzieller Hinsicht ist alles geklärt. „Der Bus ist bezahlt“, erklärte Geschäftsführer Leo Broloer. 30 000 Euro der Anschaffungskosten trug das Land NRW, den Rest steuerte die Gemeinde bei. Sie hat sich auch bereit erklärt, für eventuelle Verluste in den ersten drei Jahren aufzukommen. Die laufenden Bürgerbus-Kosten sollen durch den Fahrscheinverkauf gedeckt werden. Das Land NRW stellt zudem pro Jahr 5 000 Euro für die Fahrer-Betreuung zur Verfügung. „Und dann hat der Bus ja auch noch Werbeflächen frei, die ebenfalls Geld einbringen sollen“, hofft der Geschäftsführer.

VON DIETER KLEIN, WN-NOTTULN  

       


Probesitzen im neuen BürgerBus

16. September 2008

WN-Appelhülsen
Am 1. Oktober wird er seinen offiziellen Fahrbetrieb aufnehmen, am Montagnachmittag stand er schon vor dem Haus ArcA am Frenkingshof in Appelhülsen: der neue Bürgerbus. Der Geschäftsführer des Bürgerbusvereins, Leo Broloer, war mit dem Fahrzeug vorbeigekommen, damit die Bewohner des Hauses ausprobieren konnten, wie gut für sie die Mitfahrgelegenheit geeignet ist.

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"Einige waren schon ganz neugierig auf diesen Bus“, verriet Sozialarbeiter Michael Engbert schmunzelnd. Und die waren dann auch begeistert. Selbstverständlich helfe der Fahrer beim Einsteigen auch mit Rollator, schließlich könne er bei dem nur acht Fahrgäste fassenden Kleinbus schnell ein- und aussteigen, so Broloer. Er betonte, dass die Fahr- und Haltezeiten so gewählt seien, dass dadurch keine Verspätungen entstünden. Die nächste Haltestelle liegt für die Heimbewohner nur etwa 50 Meter entfernt. Engbert versprach allen, den Fahrplan, den er vom Geschäftsführer mitgebracht bekommen hatte, mehrfach zu kopieren. Außer der Förderung ihrer Mobilität freute die möglichen Fahrgäste auch der Preis. Für 1,50 Euro kommen sie sonst nicht nach Nottuln.

In der nächsten Woche wird Broloer den neuen Bus auch noch in weiteren Einrichtungen, in denen Personen mit Handikap wohnen, vorstellen. Unter anderen stehen dann Haus Markus und Haus Antonius auf seinem Programm.

 


Das Thema ist bewegend

17. Juli 2008

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Fachsimpeln über Bürgerbusprojekte: Bürgermeister Peter Amadeus Schneider und Privatdozentin Dr. Heike Walk. (Foto: Hanne Ermann)

WN-Nottuln/Münster - Nach 30 Minuten ist Privatdozentin Dr. Heike Walk erleichtert. Sie hat ihre Antrittsvorlesung an der Universität Münster gegeben, in viel kürzerer Zeit als sonst – und in einem Schnellbus. Schließlich musste sie ihre Gedanken zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement und lokale Governance-Formen als Erfolgsfaktoren für ostdeutsche Kommunen am Beispiel der Bürgerbusse“ innerhalb der normalen Fahrzeit des S60 von Münster nach Nottuln beenden. Und was die Dozentin vortrug, war auch nicht so kompliziert, wie es der Titel der Vorlesung zunächst vermuten ließ.

Am Zentrum für Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin hatte Heike Walk an einem Forschungsprojekt mitgearbeitet, bei dem unter anderem geklärt werden sollte, warum es nur wenige Bürgerbusprojekte im Osten Deutschlands gibt. Fazit der Untersuchung: Es gibt zu wenige Bürgerstiftungen, keine Beratungsstellen und unzureichende regionale Strukturen. „Solche Bürgerbusprojekte, wie es sie auch hier in Westfalen gibt, bräuchten in Ostdeutschland mehr Unterstützung. Die Idee muss verbreitet werden. Ein solches Event wie heute wäre sicherlich gut“, meint die Privatdozentin.

Als Heike Walk beim Sektempfang auf dem Busbahnhof in Nottuln wieder festen Boden unter den Füßen hat, stellt sie zufrieden fest: „Das war schon ein besonderer Ort für eine Vorlesung. Aber er passte natürlich gut zum Inhalt, und Praxis und Theorie wurden verbunden. Und es war weniger wackelig, als ich gedacht habe.“

Bürgermeister Peter Amadeus Schneider erwartete die Fahrgäste schon am Rhodeplatz und freute sich: „Das hier ist schon ein beachtlicher Termin und das Thema ist wirklich bewegend. Wir können das Ehrenamt der Mitglieder von Bürgerbusvereinen eigentlich gar nicht hoch genug einschätzen.“

Im Münsterland gibt es bereits sieben erfolgreich laufende Bürgerbusprojekte. In Nottuln startet am 1. Oktober Bürgerbus Nummer Acht (wir berichteten). So ließen es sich auch Mitglieder von Bürgerbusvereinen aus Emsdetten, Ascheberg, Nordkirchen, Westerkappeln und Heek-Legden nicht entgehen, in so einem ungewöhnlichen Hörsaal aus Forschersicht etwas über Projekte wie ihre zu erfahren. Ihre Meinung: „Ein tolles Ereignis, aber doch ein bisschen viel Theorie . . .“.

 


Andreas Buffi neuer Vorsitzender beim Bürgerbus

12. Juni 2008

BB_Andreas-Buffi-neuer-Vorsitzender_12062008(Foto: Marita Strothe-Garus)
Der neue Vorstand des Bürgerbus-Vereins (v.l.): Christian Overhage, Andreas Buffi,
Klaus Wiethaup, Regine Kauermann und Leo Broloer. Es fehlt Beisitzer Andreas Kleinmann.

WN-Nottuln.
„Trotz EM sind doch noch einige gekommen“, schmunzelte Vorsitzende Thomas Ernst am Mittwochabend, waren doch immerhin 16 Mitglieder zur Versammlung des Bürgerbus-Vereins in die Alte Amtmannei gekommen. Geschäftsführer Leo Broloer informierte, dass die 27 Gründungsmitglieder noch „alle im Boot“ seien. Mittlerweile gehörten dem Verein 41 Mitglieder an. Und mit besonderer Freude berichtete Broloer: „Der Start des Bürgerbusses zum 1. Oktober steht fest.“ Der Bus stehe betriebsbereit in Senden und von 21 Fahrern lägen Zusagen vor. „Genügend, um den Verkehr von montags bis freitags für die vorgesehenen zwölf Stunden täglich aufzunehmen.“ Wünschenswert sei allerdings die Zahl von 40 Fahrern, so dass sich weitere Interessenten noch gerne melden können. Die Fahrpläne sollen voraussichtlich im August verteilt werden. Während des Genehmigungsverfahrens seien nur noch zwei Änderungen nötig geworden, so Broloer, weil das Platzieren der Haltestellen in kleinen Straßen zu schwierig sei. Ansonsten habe man die ausgearbeitete Strecke beibehalten können. Am Montag (16. Juni) erfolgt die Übernahme des Fahrzeugs mit der ersten praktischen Einweisung. Fahrer, die teilnehmen möchten, melden sich bei Leo Broloer. Abfahrt ist um 17.45 Uhr an der Alten Amtmannei.

Schatzmeister Christian Overhage legte danach den Kassenbericht vor. „Obwohl der Bus noch nicht rollte, waren einige Ausgaben zu bewältigen.“ Kassenprüfer Werner Kleinschmidt bestätigte: „Alle Buchungen sind schlüssig und nachvollziehbar.“ Einmütig wurde der Vorstand entlastet.

Die Pause vor den Neuwahlen nutzte der Havixbecker Klaus Wiethaup, um als 42. Mitglied dem Verein beizutreten, so dass Wahlleiter Georg Schulze-Bisping anschließend eine Stimme mehr auszählen musste. Thomas Ernst kandidierte nicht mehr als 1. Vorsitzender. Zu seinem Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter Andreas Buffi gewählt. Geschäftsführer Leo Broloer, Schatzmeister Christian Overhage und Beisitzer Andreas Kleinmann (in Abwesenheit) wurden wiedergewählt. Die Nachfolge der Beisitzer Sandra Stegemann und Horst Imholt traten Regine Kauermann und Klaus Wiethaup an. Der Vorstand entschied, in dieser Konstellation auf einen stellvertretenden Vorsitzenden verzichten zu können.

von Maria Strothe

 


Bürgerbus: Start am 1. Oktober

28. Mai 2008

Ludger Warnke, WN - Nottuln.
Der seit langem geplante Bürgerbus Nottuln soll zum 1. Oktober dieses Jahres den Fahrbetrieb in der Gemeinde aufnehmen. Das Fahrzeug selbst ist seit einiger Zeit verfügbar, nun konnte auch der Antrag für den Fahrbetrieb der Bürgerbuslinie bei der Bezirksregierung gestellt werden.

Über diese und andere Entwicklungen will der Vorstand des Bürgerbusvereins die Mitglieder und interessierte Bürger in der Jahreshauptversammlung am 11. Juni (Mittwoch) um 19 Uhr in der Alten Amtmannei informieren. In der Versammlung stehen turnusgemäß auch Neuwahlen zum Vorstand an. Weitere Tagesordnungspunkte sind unter anderem Begrüßung der neuen Mitglieder, Bericht des Geschäftsführers, Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer sowie Verschiedenes. Für Getränke und einen kleinen Imbiss ist gesorgt.

Der Bürgerbusverein weist die Fahrer außerdem schon auf den Termin für die praktische Einweisung hin. Das soll am 16. Juni (Montag) geschehen. Die Fahrer treffen sich um 18 Uhr am Kastanienplatz und fahren dann zum Autohaus Beresa nach Bösensell, wo die praktische Einweisung in dass Bürgerbus-Fahrzeug erfolgen wird. Anschließend besteht die Möglichkeit einer Werkstattbesichtigung sowie die Teilnahme an einem Imbiss.

 


14 neue Intressenten

13. März 2008

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Geschäftsführer Leo Broloer verdeutlichte den Interessenten, welche Voraussetzungen ein Fahrer des Bürgerbusses mitbringen muss.

WN-Nottuln.      (Foto: Marita Strothe-Garus)

„14 Personen haben sich heute als Interessenten eingetragen“, freute sich Geschäftsführer Leo Broloer vom Verein „Bürgerbus“ am Mittwochabend (12. März) zum Ende des ersten Fahrertreffens in der Alten Amtmannei. Gut 20 Personen konnte der 1. Vorsitzende Thomas Ernst begrüßen. „Heute geht es wirklich los“, war er überzeugt. Er selbst sei schon ganz gespannt auf seinen Einsatz als Fahrer des Bürgerbusses, betonte Ernst. Eins hat er den meisten Anwesenden voraus: Er ist schon im Besitz eines Personenbeförderungsscheins.

Ehe Broloer auf die Erfordernisse zum Erwerb der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung einging, stellte er kurz den Streckenplan vor. Die Linie 31 BB (BB = Bürgerbus) wird Nottuln, Schapdetten und Appelhülsen verbinden, die Linie 32 BB deckt einen Rundkurs innerhalb Nottulns ab. Täglich ab 7.30 Uhr soll der Bürgerbus fahren. Bestellt sei ein Mercedes-Bus mit Sitzplätzen für acht Fahrgäste. Der Wagen verfüge über Automatikgetriebe, Klimaanlage für den Fahrer, elektrisch bedienbare Schiebetür und elektrisch ausfahrbare Trittstufen.

Voraussetzung für den Erwerb des Personenbeförderungsschein ist ein Führerschein der Klasse 3, B, D oder D1. Eine Altersgrenze gibt es nicht, empfohlen wird aber, dass Fahrer nicht älter als 70 Jahre alt sein sollten. „Wir hätten gerne Personen bis 68 Jahre“, so Broloer mit Hinweis auf die Ausbildungskosten, die der Verein übernimmt. „Wir machen das vom Einzelfall abhängig.“

Von einem Arbeits- oder Betriebsmediziner muss allerdings jedem Interessenten zuerst die gesundheitliche Eignung bestätigt werden. Der Verein hat dafür bereits erste Termine festgelegt. Jeweils vier bis fünf Fahrer können sich am 3. und 17. April dafür bei einem Arzt vom TÜV in Münster vorstellen. „Die ersten drei starten dann auch mit dem Sicherheitstraining“, berichtete Broloer.

Durch die Verknüpfung mit der RVM sind die Fahrer bei ihrer Tätigkeit umfangreich versichert. „Sofern wichtige Gründe vorliegen, kann die Tätigkeit als Bürgerbus-Fahrer ohne Einhaltung von Fristen beendet werden“, betonte der Vorstand. Niemand müsse sich langfristig binden. Eine weitere Voraussetzung für die Tätigkeit als Fahrer ist die kostenlose Mitgliedschaft im Bürgerbus-Verein. Spätestens zur Mitgliederversammlung am 11. Juni soll die Einsatzplanung stehen. Schließlich soll der Bürgerbus im August seine Fahrten aufnehmen.

Die Fahrer erwartet als Weiterbildung ein Erste-Hilfe-Kurs beim DRK, ein Fahrsicherheitstraining sowie natürlich die Fahrzeug- und Streckeneinweisung. „Wichtig ist uns, dass Sie sich wohl und sicher fühlen“, betonte Leo Broloer.

Wohl fühlte sich offensichtlich bereits Schatzmeister Christian Overhage, der den Anwesenden die „Dienstkleidung“ vorführte. Die Fahrer bekommen Poloshirt, Sweatshirt und Schirmmütze in Schwarz und eine rote Regenjacke mit dem Aufdruck „Bürgerbus“.

von Marita Strothe-Garus

 


Senioren kämpfen für Busverbindung nach Nottuln

4. Juli 2007

„Gerade nach der Fertigstellung des neuen Krankenhausgebäudes dort ist es nicht akzeptabel, dass Bürger, die in Nottuln kranke Angehörige besuchen wollen und nicht selber Auto fahren können, auf die Hilfsbereitschaft von Kindern, Nachbarn oder Freunden angewiesen sind“, so Yette Monse, Vorsitzende des Seniorenbeirats der Gemeinde Havixbeck, in einer Pressemitteilung.

Doch es sieht nicht gut aus. Der Geschäftsführer des Vereins „Bürgerbus“ in Nottuln, Leo Broleor, nahm als Gast an der Sitzung teil und berichtete über den Stand der Dinge. In Nottuln verzögere sich die Aufnahme des Fahrbetriebs wegen „ungebührlich langer Antragsbearbeitung" durch die Zulassungsbehörde vermutlich noch bis zum Jahresende. Mit einer Anbindung der Fahrroute an Havixbeck sei in nächster Zeit nicht zu rechnen, da die Nottulner Streckenplanung einen Bus voll auslaste. Falls im nächsten Jahr ein zweiter Bus zum Einsatz komme, sei eine gemeindeübergreifende Zusammenarbeit zwischen Nottuln und Havixbeck in konkreter Planung, wobei auch eine Einbeziehung von Billerbeck wünschenswert wäre, zitiert Yette Monse den Geschäftsführer.

Um auszuloten, inwieweit sich auch die Politik um eine Verbindung nach Nottuln bemüht beziehungsweise in welcher Form und in welchem Umfang der Seniorenbeirat mit Unterstützung seitens der Politiker rechnen kann, hat der Seniorenbeirat seine Vorsitzende Yette Monse beauftragt, Kontakt zu den im Rat vertretenen Fraktionen aufzunehmen und die Fraktionsvorsitzenden zu einer Sitzung einzuladen.

 


Land fördert den Nottulner Bürgerbus

4. Juli 2007

Es scheint doch noch was mit dem Nottulner Bürgerbus zu werden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Antrag auf Bezuschussung des Fahrzeugkaufs mit 30 000 Euro bewilligt. Das teilte gestern Markus Kleymann, Sprecher der Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) auf Anfrage unserer Zeitung mit. Sobald der schriftliche Bescheid der Bezirksregierung Münster vorliege, werde man eine kleine Ausschreibung unter möglichen Fahrzeuglieferanten vornehmen. „Wir hoffen, dass wir noch im Juli den Auftrag für das Fahrzeug vergeben können“, sagte der RVM-Sprecher. Aufgrund der derzeitigen Lieferfristen von sechs bis sieben Monaten könne der Bürgerbus aber erst im Jahr 2008 den Betrieb aufnehmen.

Die gute Nachricht übertüncht, dass es in den vergangenen Wochen zwischen Bürgerbusverein und der RVM zu Spannungen gekommen war. Grund waren Klagen des Bürgerbusvereins über die seiner Meinung nach lange Bearbeitungsdauer für den Antrag zur Lizenzierung der Bürgerbuslinie.

So hatte der Verein in seiner Juni-Generalversammlung gesagt, dass sich die Lizenzvergabe immer wieder durch Rückfragen seitens der RVM verzögere. Und noch dieser Tage bei der Teilnahme an einem Treffen des Seniorenbeirates Havixbeck hatte Bürgerbus-Geschäftsführer Leo Broloer von einer „ungebührlich langen Antragsbearbeitung“ gesprochen.

Diese Vorwürfe treffen nach Einschätzung der RVM nicht zu. Im Gegenteil: „Die Bezirksregierung Münster hat sehr schnell gearbeitet“, betonte Kleymann. Und bei der RVM kümmere sich eine Mitarbeiterin speziell um Bürgerbus-Belange. Schließlich sei der Nottulner Bürgerbus nicht der erste im RVM-Geschäftsgebiet.

RVM-Sprecher Kleymann: „Der Abstimmungsbedarf zwischen Verein, Gemeinde und RVM ist gerade im Bereich der Bürgerbus-Planung sehr hoch, da sowohl die Wünsche der ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürger als auch die betrieblichen Belange der RVM Berücksichtigung finden müssen. Zu guter Letzt übernimmt die Gemeinde Nottuln die Finanzverantwortung für das Projekt. Eine Planungs- und Abstimmungsphase von rund einem Jahr ist bei allen Bürgerbus-Projekten – und die RVM betreut derzeit im Münsterland bereits sechs Projekte – die Regel.“

Das ganze Verfahren bewege sich bislang in einem völlig normalen Zeitrahmen. Ungewöhnlich sei allenfalls die derzeit lange Lieferzeit von sechs bis sieben Monaten für den vom Bürgerbusverein gewünschten Mercedes-Kleinbus.

„Wir haben geprüft, ob wir mit einem eigenen Kleinbus die Zeit überbrücken und so dem Bürgerbus zu einem früheren Start verhelfen können, doch ist das leider nicht machbar“, bedauerte der RVM-Sprecher.

 


Der Bus läßt auf sich warten

4. Juni 2007

BB_Bus-laesst auf sich warten_1506207WN-Nottuln. 

Ein wenig frustriert, doch vornehmlich optimistisch, so blickte der Vorstand des Vereins „Bürgerbus Nottuln“ bei der ersten Mitgliederversammlung am Mittwoch drein. Die momentane Situation lässt sich im Prinzip knapp zusammenfassen. „Arbeit ist genug da, die Fahrer haben wir – wir brauchen nur noch unseren Bus“, so lautete das Fazit von Leo Broloer, Geschäftsführer von „Bürgerbus Nottuln“. Doch bis dieser in der Gemeinde vorfahren kann, müssen sich die Nottulner wohl noch eine Weile gedulden. Voraussichtlich fällt der Startschuss für einen Nottulner Bürgerbus erst Anfang 2008.

Was zurzeit fehlt, ist die Lizenz der Bezirksregierung. „Obwohl man uns sagte, wir hätten alles erledigt, kommen immer wieder Rückfragen seitens der RVM. Dadurch verschiebt sich die Lizenzvergabe jedes Mal weiter nach hinten“, ist Broloer ein wenig geknickt. Doch: „Unsere Pläne sind verschoben, aber keinesfalls aufgehoben. Der Bürgerbus wird kommen“, betont er zuversichtlich. Bevor aber die Lizenz nicht erteilt ist, darf der Verein keine Angebote für den Bus einholen, der dann wiederum eine Lieferzeit von sechs Monaten hat.

Weil die ärztlichen Untersuchungen, denen sich die zukünftigen Fahrer unterziehen müssen, jährlich wiederholt werden müssen und auch der Personenbeförderungsschein nur eine Gültigkeit von fünf Jahren hat, erachtet der Bürgerbus-Verein es als unsinnig, die Fahrer schon jetzt ausbilden zu lassen. „Wir werden das kurz vor knapp machen“, so Broloer und meint damit auch die Auffrischung des Erste-Hilfe-Kurses in Zusammenarbeit mit dem DRK Nottuln, eine Feuerwehrübung, um im Fall der Fälle ein brennendes Fahrzeug löschen zu können, und ein Fahrsicherheitstraining, das von Mercedes Benz finanziert wird, sollte dort der künftige Bürgerbus dort bestellt werden. Leo Broloer: „Uns ist wichtig, dass die Fahrer sich sicher und auf jede Situation vorbereitet fühlen.“



Hier endet unsere Rückschau,

verbunden mit einem ausdrücklichen "ganz herzlichen Dank" an alle bisherigen aktiven Mitstreiter und ebenso an Alle, die sich für unser Anliegen eingesetzt haben!


 

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